Im Viertelfinale des PVP-Landespokals trafen die A-Junioren des ZFC Meuselwitz auf den Kreisoberligisten aus Zottelstedt. Vor der Partie wurde jedem Spieler nochmals deutlich gemacht, dass das Spiel kein Selbstläufer werden würde und man den Gegner ernstnehmen müsse. Auf dem tiefen Geläuf der Zottelstedter entwickelte sich schließlich ein zähes Spiel, welches eher von Kampf denn fußballerischer Ästhetik geprägt war.

Aufgrund der Platzverhältnisse gab das Trainergespann die Marschroute aus, sich auf lange Bälle und ein simples Aufbauspiel zu beschränken. Folglich suchte man nach Balleroberungen den direkten Weg in die Spitze und setzte im Angriff auf die exorbitante Schnelligkeit von Alexander Korent, Marcel Zobelt und Christoph Krause. Die Krux dieser Spielweise bestand allerdings darin, dass man im Gegenpressing schlecht gestaffelt stand – will heißen, dass die abgefangenen Bälle der Zottelstedter häufig im Mittelfeld landeten und weit und breit kein Meuselwitzer Spieler in der Nähe war, weil sich die meisten noch in der eigenen Hälfte befanden. Dadurch konnten die Hausherren das Spielgerät ruhig verarbeiten und den Gegenangriff starten. Gefährlich wurde der ZFC vor allem dann, wenn die letzte Linie der Zottelstedter überspielt wurde oder über die Flügel angegriffen wurde. Alexander Korent setzte sich in der ersten Hälfte zweimal gut bis zur Grundlinie durch, seine Rückpässe konnten Marcel Zobelt (12. Min.) und Felix Zschäck (21. Min.) allerdings nicht verwerten. Ansonsten tat sich im ersten Durchgang kaum noch etwas; der Underdog bolzte und der Meuselwitzer Spielaufbau erinnerte ebenfalls an einen Billighaarschnitt aus der Kaufhalle: schnell, dafür unsauber und mit vielen Lücken.

Die zweite Hälfte begann ähnlich unstrukturiert wie die erste endete. Positiv sei in dieser Phase die solide Endverteidigung und gute Antizipation der Verteidiger zu bewerten, vor allem Christoph Freyer, der im gesamten Spiel kaum einen Zweikampf verlor und falls er doch mal einen verlor, war Christian Haubenreißer zur Stelle. Auf der rechten Seite tat sich Paul Grunert hervor, der mit gutem Herausrücken Konter unterbinden konnte und Zweikämpfe in gewohnter Manier klärte. In der 68. Minute setzte sich Felix Zschäck stark auf der linken Seite gegen zwei Gegenspieler durch, dribbelte anschließend Richtung Mitte und konnte nur noch durch ein Foul am Strafraum gestoppt werden. Den fälligen Freistoß setzte Felix Müller noch in die Mauer, Felix Zschäck aber schaltete am schnellsten und drückte den Ball über die Linie. In der 82. Minute konterten die Meuselwitzer über Alexander Korent, der mit einem Tempodribbling erst vom Torhüter unfair gestoppt werden konnte. Den Elfmeter verwandelte Felix Müller sicher zum 0:2. Spannung kam nochmals auf, als die Hausherren im Gegenzug den Anschlusstreffer erzielten, der aus einem Ballverlust im Mittelfeld mit anschließender Unstimmigkeit der Meuselwitzer Hintermannschaft resultierte. Den Sack zu machte zwei Minuten vor dem Ende dann Fabian Baur, der nach tollem Rückpass von Alexander Korent den 1:3 Endstand erzielen konnte.

Letztlich war es ein durchaus verdienter Sieg in einem wenig ansehnlichen Spiel. Der ZFC nahm die Platzverhältnisse dennoch gut an und erreichte dank der Individuellen Klasse der Offensivkräfte das Halbfinale. Dort trifft das Team auf den Ligakonkurrenten SV Schott Jena

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