Mit einem klaren 12:0 fuhren die Meuselwitzer an diesem Wochenende einen ungefährdeten Dreier im Kampf um die Meisterschaft ein. Im Folgenden soll es weniger um die erzielten Tore, als um die taktische und strategische Herangehensweise der Zipsendorfer gehen.

Der ZFC begann wie in den letzten Wochen im 3-1-4-2 mit Paul Grunert, Christian Haubenreißer und Kristof Klaus in der Dreierkette. Im Mittelfeld gab Fabian Baur die Rolle des einzelnen Sechsers vor der Abwehr, der zusammen mit Robert Butowski und Johannes Richter für die Ballzirkulation im zweiten Drittel zuständig war. Auf den Außen begannen Lucas Bartsch und Marcel Zobelt. Letzterer zog von der rechten Seite häufig ins Sturmzentrum und unterstützte Mittelstürmer Julian Strobl. Felix Zschäck zeigte sich als hängende Spitze sehr umtriebig, überlud häufig mit Lucas Bartsch die linke Seite und erzeugte mit Ball am Fuß gute Dynamiken. Julian Strobl erwischte einen absoluten Sahnetag, nicht zuletzt wegen seiner fünf Treffer. Mit seiner Physis hielt er somit einige Bälle mit dem Rücken zum Tor, die er auf die nachrückenden Spieler ablegen konnte. Der Großteil seiner Tore entstand nach Flanken oder schnellen Kontern. Im Mittelfeld waren die Rollen recht deutlich verteilt: Fabian Baur gestaltete das Spiel mit seiner Kreativität und Ruhe am Ball aus dem Zentrum heraus, während Johannes Richter auf halbrechts immer wieder Marcel Zobelt auf dem Flügel unterstützte. Auf halblinks hielt sich Robert Butowski etwas mit seinen Vorstößen zurück. Dieser sorgte mit seinen Bewegungen für Verbindungen zum linken Flügel und bildete bei eigenem Ballbesitz häufig Dreiecke mit Lucas Bartsch und Felix Zschäck. Der ZFC erzielte somit Tor um Tor. Die Erfurter verteidigten zwar mannschaftlich geschlossen, die individuelle Überlegenheit der Meuselwitzer konnten sie jedoch nicht konstant genug verteidigen.

Nach den drei Auswechslungen in der 60. Minute gab es einen kleinen Durchhänger. Die guten Synergien auf dem rechten Flügel gingen ein wenig flöten, auch Julian Strobl konnte fortan nicht mehr konsequent in Szene gesetzt werden. Das Zentrum wurde auch nicht mehr so konsequent besetzt wie zuvor. Auf der linken Seite erhöhte Lucas Bartsch hingegen die Schlagzahl: mit tollen Dribblings und guten Kombinationen setzte er immer wieder die Erfurter Abwehr unter Druck und sorgte für Gefahr. Den Schlusspunkt einer torreichen Partie setzte der eingewechselte Felix Engel mit seinem Treffer in der 87. Minute.

Am Ende steht ein klarer Sieg für Meuselwitz, der in keiner Phase gefährdet war. Sicherlich lief der Gegner an diesem Tag nicht zu Höchstform auf, weshalb dieses Resultat nicht überbewertet werden sollte. Am Mittwoch geht es dann für den ZFC mit dem Nachholspiel gegen den 1. FC Greiz weiter.

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