Kein Team der Saison ohne streitbare Personalien. Aus über 400 Spielern 15 herauszufiltern, die eine herausragende Saison gespielt haben, ist eine Tätigkeit, für die man mindestens studiert haben muss. Da sich bereits 50% der Redaktion mit einem akademischen Abschluss beschäftigen, konnten wir ein solches Auswahlverfahren mühelos durchführen. Hier sind also jene Kandidaten, für die es aus den verschiedensten Gründen nicht mehr für eine Aufstellung reichte.

 

Öfter Krankenakte als Spielerbogen

Die erste Gruppierung bilden die Spieler, die aufgrund von Verletzungen leider zu wenig Spielzeit bekamen. Spieler wie Daniel Ginczek, David Alaba, Philipp Lahm oder Thiago. Während Ginczek die Stuttgarter fast im Alleingang zum Klassenerhalt schoss, waren Alaba und Lahm vor allem in der Hinrunde enorm wichtige Stützen in Bayerns starker Hinrunde. Der Österreicher wurde dabei von Guardiola in eine für ihn gänzlich neue Rolle als linker Halbverteidiger einer Dreierkette eingesetzt – mit bombastischen Erfolg. Sein Kollege Thiago hätte ebenfalls eine realistische Chance auf eine Nominierung gehabt, leider kam sein Comeback dafür zu spät.

Solide Leistungen, aber…

All diese Müllers, Lenos, Luiz Gustavos, Kramers, Daridas, Topraks, Stoppelkamps und Firminos; sie haben eine tolle Saison gespielt, brachten konstant Leistung und würden in so manch anderer Top11 ihre durchaus ihre Berechtigung haben. Während Gustavo und Kramer bei ihren jeweiligen Teams die Fäden im Mittelfeld zogen, sorgten Müller, Firmino und nicht zuletzt Stoppelkamp mit seinem unglaublichen Distanzschuss gegen Hannover für Furore. Eigentlich komisch, dass Bernd Leno trotz „supersuper“ Leistungen keinen Platz in der Mannschaft findet. Im Vergleich zu seinen beiden Torhüter-Kollegen ist Leno sicherlich nicht der beste Fußballer. Sein Passspiel ist inkonstant, auch seine Ballverarbeitung ist im Gegensatz zu Bürki und Sommer eher unsauber. Auf der Linie ist Leno etwas stärker als die beiden Schweizer. Diese Entscheidung war enger als ein Trikot von Arjen Robben. Ach, und da wäre noch der aktuelle Torschützenkönig der Bundesliga. Obwohl Alex Meier in dieser Spielzeit auf 19 Treffer kam und maßgeblich am Frankfurter Aufschwung zur Mitte der Saison beteiligt war, so bekam auch er aufgrund seiner mangelnden Technik und seiner generellen Spielweise keinen Platz in der Top11.

Rising Stars

Keine Top11 ohne Youngsters. Robin Knoche und Tin Jedvaj waren in der abgelaufenen Saison sicherlich die aufstrebenden Spieler in der Abwehr. Während Knoche sehr sauber und strategisch klug im Passspiel agierte, war Jedvaj mit seiner verrückten Art genau passend für Roger Schmidts Pressing-Spektakel-Fußball. Timo Baumgartl vom VfB Stuttgart deutete in dieser Saison ebenfalls sein enormes Potential an. Gaudino bekam beim FC Bayern hingegen nicht so viel Spielzeit, wie erhofft. Bekommt er künftig mehr Spielzeit, hat er definitiv das Potential für einen Stammplatz in einem Bundesligateam. Einen solchen hat Julian Brandt bereits inne. Mit seinen 19 Jahren zählte er in der Leverkusener Offensive zu den aktivsten Spielern. Das besondere an ihm ist, dass er immer in der Lage ist, Chancen zu kreieren, Torgefahr auszustrahlen und ungeheuer dribbelstark ist. Nochmal: 19 Jahre alt der Bursche!

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