Zum ersten Heimspiel der Saison empfing die zweite Mannschaft des ZFC Meuselwitz den TSV Bad Blankenburg. Die Gäste starteten ihrerseits mit einem Sieg in die Saison, im Pokal kegelten sie sogar Landesligist Eisenberg aus dem Wettbewerb. Mit dem nötigen Respekt und Konzentration ging man also in die Partie.

Die Meuselwitzer begannen in den ersten 25 Minuten sehr druckvoll. Man wollte den Gegner frühzeitig in deren Hälfte drücken und sich geduldig Chancen herausspielen. Da sich die Gäste zu Beginn vertikal sehr kompakt standen, lockte man ihn zunächst auf die linke Seite, um anschließend mit schnellen Verlagerungen auf die andere Seite zu gelangen. Den linken Flügel überlud man mit den ballsicheren Stefan Raßmann Michael Rudolph, und vereinzelt Lucas Altenstrasser, die sich immer wieder aus den Engen lösen konnten. Auf dem rechten Flügel hielten sich Maik Wegner und Felix Müller für eben jene Verlagerungen bereit. Vor allem Maik Wegner brachte in diesen Situationen seine ungeheure Dynamik ins Spiel, Felix Müller beteiligte sich als Rechtsverteidiger ebenfalls munter am Offensivspiel. Folgerichtig fiel der Führungstreffer über diese Seite. Halbrechts konnte Fabian Baur den Ball zurückerobern; die anschließende Flanke Felix Müllers verwertete Michael Rudolph freistehend zum 1:0. Nur sieben Minuten später war es wieder Michael Rudolph, der nach einem Freistoß Maik Wegners zum 2:0 einköpfte.
Aufgrund der Fülle an Torchancen hätten die Meuselwitzer durchaus noch höher führen können. Leider wurde die ein oder andere Gelegenheit teilweise kläglich vergeben. Nichtsdestotrotz sahen die Zuschauer bis dahin einen sehr spielfreudigen Hausherren. Es machte einfach Spaß, sich diese Angriffe anzuschauen.
Nach etwa einer halben Stunde ließ es der ZFC etwas lockerer angehen. Die Gäste kamen fortan zu mehr Ballbesitz und damit auch zu mehr Sicherheit in ihren Aktionen. Obwohl die Zipsendorfer in der 37. Minute durch Marcel Zobelt auf 3:0 erhöhen konnten, war der TSV nun präsenter. In der 40. Minute verkürzten sie auf 3:1, als ZFC-Keeper Sascha Felter nicht mit letzter Konsequenz an der Strafraumkante klären konnte.
Die Aufbruchstimmung der Gäste wurde nach dem Seitenwechsel jedoch wieder gedämpft, nachdem Andreas Luck nach einem Freistoß Michael Rudolphs per Volley zum 4:1 traf. Aufgrund der heißen Temperaturen nahmen die Hausherren das Tempo ein wenig raus. Die Angriffe trug man nun eher durchs Zentrum nach vorn. Beide Flügelspieler zog es vermehrt in die Mitte und so machte man sich das Leben teilweise selbst etwas schwer. Der eingewechselte Simon Kügler stellte nach seiner Einwechslung seine Joker-Qualitäten unter Beweis. Zwei Minuten vor Schluss eroberte der ebenfalls eingewechselte Toni Kronawitt im Zentrum den Ball, schaltete sofort um, und fand Simon Kügler in zentraler Position – 5:1. Den Schlusspunkt setzte selbiger mit einem Flachschuss in die lange Ecke.
Insgesamt war es eine ansehnliche Partie des ZFC. Besonders in der Anfangsphase spielte man teilweise herausragenden Fußball. Abgesehen von der kurzen Phase vor der Pause kontrollierte man Ball und Gegner. Diesen Dominanzanspruch gilt es in die nächste Partie mitzunehmen, wenn es gegen Aufsteiger Post SV Gera um die nächsten Punkte geht.

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