These 1: Der Champions-League-Titel wird in diesem Jahr nur über den FC Barcelona gehen

Die Katalanen zeigten sich in dieser Champions League Saison bereits sehr formstark. Ungeschlagen dominierten sie ihre Gruppe und stehen im Achtelfinale am 23. Februar dem FC Arsenal gegenüber. Seit dem Jahreswechsel sind zudem Arda Turan und Aleix Vidal spielberechtigt, was die Qualität der Offensive nochmals erhöht. Der Titelverteidiger wird auch in diesem Jahr ein Wörtchen mitzureden haben, wenn es um den begehrten Henkelpott geht. Das Offensivtrio aus Messi, Suarez und Neymar scheint ebenso gut aufgelegt zu sein, wie die das Mittelfeld um Busquets und Iniesta. Wer sich in diesem Jahr den begehrten Titel holen will, wird wohl nicht am FC Barcelona vorbeikommen.

 

These 2: Kein englisches Team wird das Viertelfinale der Champions League überstehen

Zugegeben: Die Losfee hat es in diesem Jahr nicht sonderlich gut mit den Engländern gemeint. Arsenal trifft auf Barca und Chelsea auf Paris. Einzig Manchester City scheint mit Dynamo Kiew ein vermeintlich leichtes Los gezogen zu haben. Unabhängig davon präsentierten sich die englischen Teams in den letzten Jahren nicht so, wie man es von Teams aus „der besten Liga der Welt“ erwarten könnte. Auch in diesem Jahr sieht es für die Premier League eher mau aus. Mehr als ein Viertelfinale wird wohl nicht drin sein.

 

These 3: Zenit St. Petersburg wird zur positiven Überraschung in der Champions League

Mit nur einer Niederlage am letzten Spieltag und einem Torverhältnis von 12:6 beeindruckten die Russen in der bisher. Im Achtelfinale treffen sie auf Benfica Lissabon – eine durchaus lösbare Aufgabe. Unter André Villas-Boas entwickelte Zenit einen sehr dominanten Spielstil, der gut auf die einzelnen Akteure zugeschnitten ist. Besonders Hulk (4 Vorlagen) und Top-Torjäger Artem Dzyuba (6 Tore) sorgen für ordentlich Wirbel in der Offensive. Die Tatsache, dass sie ihren Ligabetrieb erst im Frühjahr antreten, könnte für sie wie für so viele weitere osteuropäische Teams vor ihnen zum Verhängnis werden. Überstehen sie irgendwie die Runde der letzten 16, ist für einiges die Russen drin.

 

These 4: In beiden europäischen Wettbewerben wird jeweils ein deutsches Team im Halbfinale stehen

Seit langer Zeit ist die Bundesliga mal wieder in beiden internationalen Wettbewerben zahlreich vertreten. Auch wenn die Hoffnungen in der Champions League abermals auf den Bayern zu liegen scheinen, so können sich gerade in der Europa League die deutschen Teams einiges ausrechnen. Neben den Leverkusenern wird vor allem Dortmund hoch gehandelt. Die Chance in beiden Wettbewerben Halbfinalisten zu stellen war nie größer. Zum Selbstläufer wird diese Angelegenheit jedoch nicht: Der BVB, Leverkusen und auch die Bayern haben dicke Brocken vor die Nase gesetzt bekommen, die äußerst unangenehm werden können.

 

These 5: Die Bundesliga wird aus Champions League und Europa League mindestens einen Titel holen

Die Vorstellung, dass die Bundesliga nach 2013 mal wieder einen Europa Pokal Sieger stellt, ist auch in diesem Jahr nicht wirklich abwegig. Wie bereits erwähnt, ist die Bundesliga in diesem Jahr international stark vertreten. Die Chancen auf einen Titel in der Europa League sind allerdings höher, als jene auf die Champions League.

 

These 6: Die Europa League wird der Champions League in dieser Saison die Show stehlen

Manchester United, FC Villareal, FC Sevilla, Tottenham Hotspur, AC Florenz, Bayer Leverkusen, Athletic Bilbao, FC Porto, Schachtjor Donezk, Borussia Dortmund. Wo Champions League draufsteht, ist Europa League drin. Gerade die ersten Partien versprechen viel Spannung und teilweise mehr Klasse als beispielsweise Wolfsburg gegen Gent. Gut möglich also, dass die generell etwas stiefmütterlich behandelte Europa League in diesem Jahr einen starken Aufschwung erleben wird.

 

These 7: Pep Guardiola verabschiedet sich mit Titeln aus München, aber ohne das Triple

Der Abschied Guardiolas steht bereits seit Wochen fest. Der spanische Trainer wird im Sommer wohl bei Manchester City anheuern. In seiner letzten Saison fordern nicht wenige mindestens die Champions League von ihm. In diesem Jahr werden die Bayern ebenfalls in allen Wettbewerben lange vertreten sein, ob es in allen drei Wettbewerben der Fall sein wird, hängt von den Verletzten und der Form in dieser Periode ab. Titel werden die Münchener in dieser Saison definitiv holen, ob es für alle drei Titel reicht, wie es so oft gefordert wird, ist fraglich.

 

These 8: In Spanien, Italien und England wird das Titelrennen jeweils bis in den Mai hinein ein Dreikampf bleiben

Was in der Bundesliga bei vielen eine vage Wunschvorstellung ist, ist in der Liga BBVA, der Serie A und der Premier League in dieser Saison Realität: Spannung ohne Ende im Titelkampf. In Spanien duellieren sich Atletico Madrid, der FC Barcelona und die Königlichen aus Madrid um den Titel, dahinter ärgern Villareal und das Überraschungsteam Celta Vigo das Führungstrio immer wieder. In Italien finden sich neben Inter Mailand, der Roma, dem SSC Neapel auch Juventus Turin Lauerposition auf den Titel. Der AC Florenz darf sich ebenfalls einige Chancen auf den Scudetto ausrechnen. In England ist der FC Arsenal derzeit in einer guten Verfassung. Allerdings ist die Konkurrenz um Manchester City, Leicester City sowie den Tottenham Hotspurs nicht weniger schwach aufgestellt. In all diesen Ligen wird es bis zum Schluss spannend bleiben.

 

These 9: Weder Real Madrid noch der FC Barcelona werden La Liga gewinnen

Nachdem Atleti im Jahr 2014 mit dem Gewinn der Meisterschaft der große Coup gelang, sieht es in dieser Saison wieder sehr gut aus für die Madrilenen was den Titelkampf anbelangt. Mit einer Torausbeute von mageren 30 Treffern und 8 Gegentreffern (in Worten: Ach du Schei*e!) führen sie La Liga derzeit mit zwei Punkten Vorsprung vor Barca an. Hält man die Katalanen auf Distanz und zeigt in den großen Spielen gewohnt starke Leistungen, könnte es auch in diesem Jahr wieder etwas mit dem Titel werden. „Cholo“ Simeone sei es gegönnt.

 

These 10: Zinedine Zidane wird bei Real Madrid scheitern

Zwei Spiele. 10:1 Tore. Zugegeben: Die Bilanz Zidanes ließt sich zunächst sehr gut. Die Probleme in der Zentrumsbesetzung und im Kombinationsspiel konnte der Franzose zunächst etwas verbessern. Fraglich bleibt jedoch, ob er in der Lage ist, einen solch großen Club wie Real Madrid zu trainieren. Die Wunschvorstellung Reals, einen „eigenen“ Guardiola zu erzeugen, der den Verein in eine goldene Ära führt, ist durchaus mit Risiken verbunden. Häufig erkennt man Ähnlichkeiten zwischen der Spielweise eines früheren Spielers und seinem Stil als Trainer. Im Falle Zidanes ist dies etwas problematisch. Zidane war ein großartiger Techniker, der durch seine spektakuläre Spielweise auffiel. Ihm mangelte es jedoch am Blick für das große Ganze. Wird er diese Mentalität auch bei Real übertragen, könnten die Königlichen unter ähnlichen Problemen leiden, wie es bereits unter Benitez der Fall war und folglich schnell durch einen neuen Trainer ersetzt werden.

 

These 11: Der FC Arsenal wird auch in diesem Jahr keinen Meistertitel erringen

Dank des besseren Torverhältnisses stehen die Gunners nach 22 Spieltagen an der Tabellenspitze der Premier League. Mit teils furiosem Offensivfußball überzeugten die Mannen von Arsene Wenger bisher mehrfach. Alles nichts neues. Denn in der zweiten Saisonhälfte ging den Gunners in der Vergangenheit regelmäßig die Puste aus. Gerade die hohe Anzahl der Spiele und die damit verbundenen Verletzungen machten Arsenal zu schaffen. Der Kader ist zwar gut aufgestellt, einen Ausfall Özils oder Girouds könnte man derzeit allerdings nicht adäquat kompensieren. Gerade die Konkurrenz aus Manchester ist hier wesentlich breiter aufgestellt. In diesem Jahr wird es für die Gunners abermals nicht für den Titel reichen.

 

These 12: Pierre-Emerick Aubameyang wird Torschützenkönig und dabei der erste seit Dieter Müller 1976/77, der über 30 Tore erzielt

Nach 17 Spieltagen erzielte der Gabuner bereits 18 Treffer und steht damit an der Spitze der Torjägerliste. Der Borusse ist in dieser Saison zum Leistungsträger avanciert. Er profitiert wie kaum ein anderer von der Systemumstellung Tuchels. Aubameyang wird häufig als abschlussorientierter Mittelstürmer in Szene gesetzt, der die Angriffe der Dortmunder abschließen soll. Seine Schwächen im Kombinationsspiel werden damit weniger stark offengelegt als noch in der Vergangenheit. Schafft es Aubameyang seine überragende Form der Hinrunde auch im neuen Jahr zu konservieren, könnte er seit 1977 der erste sein, der wieder die dreißiger Marke knackt.

 

These 13: Hertha BSC Berlin schafft es tatsächlich ins internationale Geschäft

Letztes Jahr noch Abstiegskampf, in diesem Jahr der Kampf um die internationalen Plätze. Unter Pal Dardai entwickelten sich die Herthaner zu einem sehr einfachen und schnörkellosen Team, das sich unbemerkt auf Platz drei der Tabelle geschlichen hat. Auffällig ist, dass sie im Abschluss und der Torverhinderung enorm effizient sind. Kalou und Ibisevic sind vor dem Tor extrem kaltschnäuzig, in der Defensive halten Langkamp und Plattenhardt den Laden zusammen. Die Berliner werden in der Rückrunde definitiv den ein oder anderen Platz abgeben müssen. Für einen Europa-League-Platz dürfte es dennoch reichen.

 

These 14: Darmstadt 98, Werder Bremen steigen direkt ab, für Hannover 96 geht es in die Relegation

Ein Team, das zu Beginn der Saison stark überraschen konnte, war der SV Darmstadt. Mit ihrem totalen Underdogfußball, der sich ausschließlich auf eine tiefe Verteidigung und lange Bälle (30% Anteil langer Bälle pro Partie) beschränkt, sammelten sie in der Hinrunde einige Punkte. Ihre Spielweise ist allerdings nicht so erfolgsstabil, als dass man von einer Rettung ausgehen könnte. Nur drei Punkte ist man derzeit von einem Relegationsplatz entfernt. Platz 16 wäre für die Darmstädter sicherlich ein großer Erfolg, der schwer zu erreichen sein wird. Dies gilt ebenso für Werder Bremen. Der Flair Viktor Skripniks scheint verflogen und damit werden nun die Schwächen des Kaders aufgedeckt: Bremen fehlt es an allen Ecken und Enden, vor allem fehlt ein Spielmacher, der ein Spiel organisieren kann. Der Kader ist schlichtweg zu schwach, um den Klassenerhalt zu gewährleisten. In Hannover hat man ähnliche Probleme. Zu abhängig ist das Team von den Leistungen Sanes und Kyotakes. Erwischten beide einen schlechten Tag, konnte sich 96 zumeist bei Ron-Robert Zieler bedanken, dass man nicht höher verlor. Mit Schaaf hat man sich einen erfahrenen Trainer geangelt, der bei Hannover wohl ein 4-4-2 mit Raute installieren wird. Diese Formation könnte dem Team sehr gut zu Gesicht stehen und sie zumindest auf den Relegationsplatz bringen. Wie paradox wäre es eigentlich, würde die Werder-Ikone Schaaf am Saisonende seine alte Liebe absteigen sehen, während er sich selbst mit Hannover retten kann.

 

These 15: RB Leipzig wird in die erste Bundesliga aufsteigen

Hachja, das alte Thema RB Leipzig. An einen Aufstieg in das Oberhaus des deutschen Fußballs zweifelt auf Grund des Vorsprungs von acht Punkten keiner mehr. Inwieweit sich ihre Spielweise in der ersten Liga durchsetzen und sie sich weiter verstärken werden, bleibt abzuwarten. Das Team macht in jedem Fall Spaß auf mehr. Traditionalisten mögen bitte die Tastenkombination ALT+F4 betätigen.

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